Achtsamkeit im Alltag: Human Design als Schlüssel zu einem bewussteren Leben
In einer Welt, die von Hektik und ständigem Leistungsdruck geprägt ist, wird Achtsamkeit oft als Luxus betrachtet, denn sie entschleunigt und bringt uns dazu innezuhalten und mehr im Hier und Jetzt präsent zu sein. Ich habe beschlossen, dass Achtsamkeit eine grössere Rolle in allen Bereichen meines Lebens spielen darf – nicht nur im Business, sondern auch im privaten Alltag.
Doch was bedeutet es wirklich, achtsam zu sein, und wie können wir dies in unser tägliches Leben integrieren?
Eine spannende Verbindung ergibt sich dabei aus dem Human Design, einer Methode, die uns hilft, unsere individuellen Bedürfnisse und die unserer Mitmenschen besser zu verstehen.
Dieser Artikel möchte aufzeigen, wie das Human Design uns zu einem achtsameren Leben führen kann und welchen Einfluss das auf unser Wohlbefinden und unsere Beziehungen hat.
Achtsamkeit: Der Schlüssel zum Hier und Jetzt
Um achtsam zu sein, braucht es Kapazität und den inneren Raum, wirklich im Hier und Jetzt präsent zu sein. Nur dann können wir wahrnehmen, was wir selbst gerade benötigen, wie es unserem Gegenüber wirklich geht und angemessen darauf reagieren. Doch in einer Gesellschaft, die uns ständig antreibt, von einem Termin zum nächsten zu hetzen, ist dies eine echte Herausforderung. Unser Mental Load ist riesig und unser Tag sollte möglichst vollgepackt sein, um etwas wert zu sein. Wir sind jeden Tag mit tausenden von Informationen konfrontiert und kommen kaum zur Ruhe.
Wer kennt nicht den inneren Stress, wenn es an der Kasse nicht schnell genug geht oder das Kind die zehnte Schnecke auf dem Weg noch spannend findet? Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, dass ich schnell ungeduldig wurde. In mir war oft keine Ruhe, mich auf diese kleinen Momente einzulassen. Unsere Nervensysteme sind oft so überlastet von all dem Stress, den wir spüren, so dass dreimal tief durchatmen nicht mehr hilft, um wirklich ruhiger zu werden.
Der Entschluss zum bewussteren Leben
Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, dass ich aus diesem Hamsterrad ganz bewusst aussteigen möchte, denn es ging mir nicht gut damit ständig in dieser inneren Anspannung und Unruhe zu leben. Es war und ist ein Prozess, wieder mehr in die Ruhe zu kommen und sich zu erlauben, bei diesem Wettbewerb nicht mehr mitzumachen -sich selbst und anderen nicht ständig beweisen zu müssen, wie busy und wichtig man doch ist. Ich möchte achtsamer durchs Leben gehen, mehr im Hier und Jetzt sein, dankbarer sein für all die Privilegien und weniger bewerten – sei es mich selbst oder auch andere.
Dieser Beschluss zu einer anderen Grundhaltung verändert viel, weil man für die vermeintlichen Dramen nicht mehr zur Verfügung steht. Und wenn man doch wieder reinrutscht, ist man auch schnell wieder draussen.
Human Design: Ein Wegweiser zu sich selbst
Das Kennen lernen meines Human Designs hat für mich viel verändert. In dem wir uns bewusst Zeit nehmen uns mit uns selbst in der Tiefe auseinanderzusetzen, gehen wir bereits den ersten Schritt für einen achtsameren Umgang mit den eigenen Bedürfnissen.
Human Design ist ein System, das Aspekte der Astrologie, des I-Ging, der Kabbala, des Chakrensystems und der Quantenphysik kombiniert, um eine Karte unserer energetischen Veranlagungen zu erstellen. Diese Karte, auch Körpergrafik genannt, zeigt uns, wie wir auf natürliche Weise geschaffen sind, um durch die Welt zu navigieren. Sie gibt uns Einblick in unsere Stärken, Herausforderungen und die Art und Weise, wie wir am besten Entscheidungen treffen.
Durch das Verständnis unseres eigenen Designs können wir besser nachvollziehen, warum wir auf bestimmte Weise reagieren und welche Bedürfnisse wir haben. Dies ist ein erster Schritt zu mehr Achtsamkeit, da wir beginnen, uns anzunehmen, wie wir sind und anfangen die Erkenntnisse mit einem neuen Bewusstsein in unser Leben zu integrieren. Diese Selbstakzeptanz ist die Grundlage, um auch anderen Menschen mit mehr Mitgefühl und Verständnis zu begegnen.
Achtsamkeit durch das Erkennen der eigenen Bedürfnisse mit Hilfe der definierten und undefinierten Zentren
Unser Chart besteht aus vielen verschiedenen Elementen wie dem Energietyp oder dem Profil. Auch unsere definierten und undefinierten Zentren zeigen auf welche energetischen Anlagen wir mitbringen.
Für diesen Artikel möchte ich das Thema Achtsamkeit einmal am Beispiel der Zentren darstellen:
Wenn wir unser eigenes Human Design Chart betrachten, sehen wir, welche Energiezentren bei uns definiert und welche offen respektive undefiniert sind:
Bei den Zentren handelt es sich um Energieknotenpunkte, in denen entweder konstant Energie vorhanden ist (definierte Zentren) oder Energie von aussen aufgenommen wird (undefinierte Zentren). Das bedeutet bei den undefinierten Zentren sind wir besonders empfänglich für äussere Einflüsse. Bei den definierten Zentren können wir uns darauf verlassen, dass die Ressourcen uns aus uns selbst heraus zur Verfügung stehen.
Das Zusammenspiel zwischen definierten und undefinierten Centern beeinflusst, wie wir mit unserem Umfeld interagieren und bestimmt auch den Energiefluss im eigenen Körper.
Praktische Beispiele für einen achtsameren Umgang mit den eigenen Definitionen
Kronencenter:
Achtsamkeit für ein definiertes Kopfzentrum besteht darin, bewusst regelmässig Gedankenpausen einzulegen und sich nicht vom Druck der ständigen Gedankenkaskade überfluten zu lassen. Für ein offenes Kopfzentrum könnte es bedeuten, sich Zeiten der Ruhe und des Rückzugs zu gönnen, um die Vielzahl der aufgenommenen Gedanken und Ideen zu sortieren und zu überprüfen, was tatsächlich die eigenen gedanklichen Impulse sind.
Verstandscenter:
Mit einem definierten Verstand darf immer wieder achtsam überprüft werden, sich nicht zu starr an seine eigenen Meinungen und Überzeugungen zu klammern und auch andere Sichtweisen zuzulassen, sowie Entscheidungen nicht nur aus rationalen Gründen zu treffen. Für ein offenes Verstand-Zentrum ist es wichtig, sich nicht von den Meinungen und Ansichten anderer überwältigen zu lassen und sich Zeit zu nehmen, für eine eigene Meinungsbildung. Es braucht nicht sofort eine Erklärung für alles.
Kehlcenter:
Achtsamkeit bei einem definiertes Kehlzentrum besteht darin, sich bewusst Zeit zu nehmen, um klar und bedacht zu kommunizieren. Wann spreche ich meine Wahrheit? Für ein undefiniertes Kehlzentrum ist es wichtig, auf die eigene Stimme zu hören und nicht ständig das Bedürfnis zu haben, sich zu beweisen oder Gehör zu finden aus der Angst heraus nicht wahrgenommen zu werden.
Selbstcenter:
Mit einem definierten Selbst darf man seinem Gefühl für die eigene inneren Richtung vertrauen und sich erlauben diesem Weg zu folgen. Mit einem offenen Selbstzentrum darf man Achtsamkeit für die eigene Flexibilität entwickeln und sich erlauben immer wieder neu zu orientieren und mehrfach andere Richtungen einzuschlagen, ohne sich dabei verloren zu fühlen.
Herz-/Egocenter:
Gelebte Achtsamkeit für ein definiertes Herz-Zentrum bedeutet, auf die Balance zwischen Ehrgeiz und Selbstfürsorge zu achten. Ein undefiniertes Herz-Zentrum darf erkennen, dass der eigene Wert unabhängig von äusseren Leistungen ist und man sich nicht ständig neu beweisen muss.
Milzcenter:
Mit einem definierten Milzzentrum darf man achtsam auf die eigene Intuition, den eigenen Instinkten und dem Körpergefühl vertrauen, auch wenn es rational in diesem Moment keinen Sinn ergibt. Für ein offenes Milzzentrum ist es wichtig, auf das eigene Wohlbefinden zu achten und nicht den physischen oder emotionalen Zustand anderer zu übernehmen insbesondere Ängste, die einem nicht dienlich sind.
Sakralcenter:
Achtsamkeit für ein definiertes Sakralzentrum könnte darin bestehen, seine Einstellung zu Arbeit zu hinterfragen. Arbeit darf Freude bereiten und es ist nicht nötig es allen recht zu machen und immer für andere da zu sein. Für ein undefiniertes Sakralzentrum ist es wichtig, sich nicht vom Arbeitsdrang der Umgebung mitreissen zu lassen und das Gefühl abzulegen, zu wenig zu leisten. Einen achtsamen Umgang mit den eigenen Energiereserven entwickeln, heisst bewusste, regelmässige Pausen einzuplanen.
Emotionscenter:
Mit einem definierten Emotions-Zentrum darf man darauf lernen, die eigenen emotionalen Wellen zu akzeptieren, zu fühlen und auszudrücken. Häufig haben wir verinnerlicht, dass Gefühle nicht in der vollen Bandbreite gelebt werden dürfen. Für ein offenes Emotionszentrum ist es wichtig, sich nicht von den Emotionen anderer überwältigen zu lassen und zu differenzieren, welches die eigenen Gefühle sind und welche nicht.
Wurzelzentrum:
Ein achtsamer Umgang mit einem definierten Wurzelzentrum besteht darin, den eigenen Antrieb bewusst zu nutzen, ohne der Meinung zu verfallen, dass Stress und Druck konstant benötigt wird, um sein Leben zu leben. Für ein undefiniertes Wurzelzentrum ist es wichtig, sich nicht vom Stress der Umgebung anstecken zu lassen und sich von diesem Druck abzugrenzen und stattdessens ich zu erlauben, die Dinge im eigenen Tempo zu erledigen.
Das Zusammenspiel mit den Bedürfnissen anderer
Achtsamkeit im Umgang mit anderen Menschen wird durch das Verständnis ihres Designs erheblich erleichtert. Wenn wir wissen, dass unser Partner, Kollege oder Kind ein bestimmtes Zentrum offen hat, können wir deren Sensibilität in diesem Bereich besser nachvollziehen und entsprechend darauf eingehen. Dies fördert eine respektvollere und liebevollere Kommunikation, da wir die Einzigartigkeit jedes Menschen anerkennen und wertschätzen.
Praktische Schritte zur Integration von Achtsamkeit und Human Design
Selbstreflexion und tägliche Praxis:
Beginne deinen Tag mit einer kurzen Selbstreflexion. Welche Aufgaben stehen heute an und was bedeutet das im Zusammenhang mit deinem Human Design? Welche Herausforderungen hast du in letzter Zeit erlebt? In welchen Bereichen kannst du dich ohne grosses Augenmerk auf deine vorhandene Energie verlassen und in welchen Situationen ist es wichtig achtsam zu sein und dich ggf. abzugrenzen? Diese Reflexion hilft dir, dich auf deine Bedürfnisse zu konzentrieren und den Tag achtsamer zu beginnen.
Bewusste Pausen:
Plane bewusst Pausen in deinen Alltag ein, um dich zu zentrieren und wieder ins Hier und Jetzt zu kommen. Nutze diese Zeit, um deine Energie zu spüren und auf deine Bedürfnisse zu hören.
Kommunikation im Einklang mit Human Design:
Versuche, die Designs deiner nahen Mitmenschen zu verstehen. Dies kann die Kommunikation verbessern und Missverständnisse reduzieren. Es setzt Energie frei, die dann für andere Dinge genutzt werden kann. Ein offenes Gespräch über Bedürfnisse und Empfindungen, basierend auf den Erkenntnissen aus dem Human Design, kann Wunder wirken.
Achtsame Arbeitsweise:
Integriere Achtsamkeit auch in deine Arbeit. Sei dir bewusst, wann du überfordert bist und nimm dir die Freiheit, Aufgaben in einem Tempo anzugehen, das für dich gesund ist. Mach dir bewusst, dass du dich nicht ständig beweisen musst, sondern vertraue darauf, dass deine Arbeit wertvoll ist.
Der Weg zu einem erfüllten Leben
Das Streben nach einem achtsameren Leben ist ein fortlaufender Prozess, der mit kleinen Schritten beginnt. Human Design bietet uns ein wertvolles Werkzeug, um uns selbst und andere besser zu verstehen und dadurch bewusster und achtsamer zu leben. Indem wir unsere einzigartigen Energien und Bedürfnisse anerkennen, schaffen wir Raum für echte Begegnungen und tieferes Verständnis.
Letztendlich führt uns die Kombination von Achtsamkeit und Human Design zu einem Leben, das nicht nur erfüllter, sondern auch harmonischer ist. Wir lernen, im Hier und Jetzt zu sein, dankbar für die kleinen Momente und die großen Erkenntnisse, die uns dieses bewusste Leben schenkt. So können wir dem hektischen Treiben der Welt mit mehr Gelassenheit und Ruhe begegnen – für uns selbst und für die Menschen um uns herum.
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